Die mexikanische Hauptstadt mit ihren rund 20 Millionen Einwohnern befindet sich im Hochland Mexikos, mehr als 2.200 Meter über dem Meeresspiegel. Mexiko-Stadt, auf Spanisch Ciudad de México, ist eine gigantische Metropole, die auf den Ruinen des ehemaligen Aztekenreichs Tenochtitlán errichtet wurde. Die präkolumbische Vergangenheit ist in Mexiko-Stadt fast überall präsent. Im Zentrum der Stadt symbolisieren drei Bauwerke auf der Plaza de las Tres Culturas die prägenden Epochen Mexikos: die präkolumbische Zeit, die Kolonialzeit unter den Spaniern sowie die Moderne.

Rund um die Plaza de la Constitución, den zentralen Platz (Zócalo) der Stadt, taucht der Besucher in die koloniale Vergangenheit des Landes ein: Die im barocken und klassizistischen Stil gebaute Kathedrale ließ der spanische König Philipp II. ab 1573 als Bollwerk des christlichen Glaubens errichten. Sie beherbergt den berühmten Altar de los Reyes, einen prunkvoll vergoldeten Altar aus dem 18. Jahrhundert.

An der Ostseite des Platzes befindet sich der monumentale Palacio Nacional, in dem heute die mexikanische Regierung ihren Sitz hat und früher die Vizekönige von Neuspanien residierten. Auch der Palacio Nacional steht auf historisch bedeutsamen Grund: Einst befand sich hier einer der Paläste des Aztekenherrschers Moctezuma. Der Palacio Nacional zählt vor allem wegen der imposanten Wandmalereien von Diego Rivera, welche die bedeutendsten Ereignisse aus der Geschichte Mexikos darstellen, zu den großen Attraktionen der Stadt.

Wenige Schritte entfernt können Besucher auf einem Rundgang die Überreste der aztekischen Tempelpyramide Templo Mayor besichtigen. Der Tempel diente den Azteken als zentraler Sakralbau. Im Museo del Templo Mayor sind weitere Fundstücke ausgestellt, wie etwa ein Relief der Mondgöttin Coyolxauhqui oder ein Tzompantli, an dem die Azteken die Schädel jener Menschen aneinanderreihten, die den Göttern geopfert wurden.

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Auf dem Paseo de la Reforma kehrt der Besucher in das Mexiko der Moderne zurück. Der Paseo ist eine der wichtigsten Verkehrsadern der Stadt. Hier sind das Banken- und Bürozentrum sowie die Bolsa de Valores, eine der bedeutendsten Wertpapierbörsen Lateinamerikas, angesiedelt.

Eine Oase der Ruhe inmitten des turbulenten Großstadtlebens findet der Besucher im südlichen Stadtteil Coyoacán. Das Bild ist hier von kleinen Plazas mit gemütlichen Cafés, von Galerien und Antiquariaten geprägt. Das Viertel zieht vor allem Künstler an und gilt als gehobene Wohngegend. Die berühmte Malerin Frida Kahlo lebte hier gemeinsam mit ihrem Künstlerkollegen Diego Rivera in der Casa Azul, das heute das Museum Frida Kahlo beherbergt. Frida Kahlo war es auch, die dem russischen Revolutionär Leo Trotzki in ihrem Haus Asyl gewährte. Im Museum Casa de León Trotsky wird an jenen Exilanten erinnert, der 1940 in Stalins Auftrag auf mexikanischem Boden ermordet wurde.

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