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Der Bundesstaat Yucatán ist eine der beliebtesten Urlaubsregionen Mexikos. Yucatán befindet sich im Nordwesten der gleichnamigen Halbinsel Yucatán, die im Süden zu den Ländern Guatemala und Belize gehört.
Die Küstenstadt Cancún ist vor allem bei Strandurlaubern beliebt. Hier tummeln sich unter Palmen und an den feinen Sandstränden der Karibik Touristen aus aller Welt. Aber Cancún hat auch kulturell interessierten Besuchern etwas zu bieten. In der Casa del Arte Mexicano können Besucher eine umfangreiche Sammlung des traditionellen mexikanischen Kunsthandwerkes besichtigen. Für einen Tagesausflug empfiehlt sich die berühmte Isla Mujeres, die Insel der Frauen, die direkt von Cancún per Fähre zu erreichen ist und neben wunderschönen Stränden auch ein Korallenriff zum Schnorcheln bereithält.
Mérida, die Hauptstadt des Bundesstaats Yucatán, ist mit ihren rund 1 Millionen Einwohnern eine kulturell lebendige Metropole mit bewegender politischer Vergangenheit. An der Plaza Mayor mit ihren prachtvollen Kolonialbauten befindet sich der Palacio Municipal, der im Jahr 1542 errichtet und 1855 erneuert wurde. In dem Gebäude wurde 1821 die Unabhängigkeit Yucatáns von Mexiko ausgerufen, die allerdings nur 27 Jahre Bestand hatte. Direkt an der Plaza Mayor liegt auch die Kathedrale von Mérida, die aus den Steinen eines zerstörten Mayatempels errichtet wurde.
Während die Region Zentralmexiko von der aztekischen Kultur geprägt wurde, zählte die Halbinsel Yucatán zum Herrschaftsgebiet der Maya und Tolteken. Die wohl bekannteste Stätte ist Chichén Itzá, die bis 900 nach Christus von den Maya bewohnt wurde. Von dieser Zeit zeugt noch der südliche Teil der Ausgrabungsstätte von Chichén Itzá. Mit der Einwanderung der Tolteken auf die Halbinsel um das Jahr 1000 wurde die Stätte von den neuen Siedlern übernommen. Als die Spanier im Jahr 1546 Chichén Itzá entdeckten, war das Gebiet bereits verlassen.
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Heute bietet sich dem Besucher von Chichén Itzá mit der 30 Meter hohen Pirámide de Kukulcán ein beeindruckendes Monument präkolumbischer Baukunst. Auf den vier Seiten der Pyramide führen jeweils 91 Stufen hinauf. Gemeinsam mit dem Tempel auf der obersten Plattform besteht die Pyramide aus 365 Stufen und bildet damit die Anzahl der Tage eines Sonnenjahres ab. Im Innern der Pyramide wacht eine große Steinskulptur, der Chac Mool, über den Tempel. Über den Sacbé erreicht man in 300 Meter Entfernung den Heiligen Brunnen. Hier sollen sowohl die Maya als auch die Tolteken ihre Menschenopfer dargebracht haben. Auf dem Gelände befindet sich zudem ein präkolumbischer Ballspielplatz, der Juego de Pelota. Einer der seltenen Rundbauten der Maya, El Caracol (Die Schnecke), diente den Maya vermutlich zu astronomischen Berechnungen.
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